Das Hörder Forum hatte zur Diskussion über Kirchenräume eingeladen, Sven Laube, Gemeindereferent der Pfarrei St. Clara, zeichnete das Bild der sieben katholischen Kirchen im Dortmunder Süden in Zahlen: vor der Corona-Pandemie besuchten sonntags 10 bis 12 Prozent der Gemeindemitglieder die Messe, jetzt sind es noch zwei Prozent. Und das bei sinkenden Mitgliedszahlen. In den 70-er Jahren gingen in Benninghofen so viele Kinder zur Erstkommunion wie heute im ganzen Stadtbezirk Hörde, teilte Laube mit.
Die vielen Kirchen zu unterhalten, kostet eine Menge Geld. Rund 70.000 Euro schlagen jährlich zu Buche, um die evangelische Lutherkirche in Hörde zu unterhalten, sagte Pfarrerin Susanne Schröder-Nowak. Was diese ganze Situation für die evangelischen Kirchen in Dortmund bedeutet, ist wohl noch offen. Auf jeden Fall werden zukünftig Dienste zentriert, so dass es perspektivisch nur noch eine evangelische Kirche in Dortmund geben wird. Für die katholischen Kirchen steht fest: 30 Prozent müssen eingespart werden.
Das bietet Raum, um über andere Nutzungen nachzudenken. Das Kindertrauerzentrum MÖWE könnte sich auch vorstellen, neue Räume gemeinsam mit dem Ambulanten Kinderhospizdienst zu beziehen. Konzepte zur Umwidmung der Kirchenräume, die einen Umzug ermöglichen würden, gibt es derzeit nicht. Aus der Diskussionsrunde empfahl jemand, die Möglichkeiten der Raumplaner an der Uni Dortmund zu nutzen.
