Akteure der Dortmunder Sozialpolitik zeigen Einigkeit

Im Wesentlichen einig zeigen sich die Akteure der Dortmunder Sozialpolitik. In einer Veranstaltung zur Kommunalwahl 2025 brachten Vertreter der Parteien ihre Ideen ein zu den Themen Obdachlosigkeit, Wohnungsmarkt, Chancengerechtigkeit und Offene Ganztagsschule. Das Fazit: die Stadt Dortmund arbeitet gut zusammen mit den großen Sozialverbänden, dem Paritätischen (vertreten durch Gunther Niermann) und der Diakonie (vertreten durch Niels Back) – und das soll auch in Zukunft so bleiben.

Volles Haus im Union Gewerbehof bei der Veranstaltung, zu der die Freien Wohlfahrtsverbände eingeladen hatten.

Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege zu einer sozialpolitischen Diskussion. Auf dem Podium die OB-Kandidat*innen Martin Cremer (parteilos), Alexander Kalouti (CDU), Fatma Karacakurtoglu (Linke), Katrin Lögering (GRÜNE) und Thomas Westphal (SPD). Christiane Poertgen (u.a. WDR) moderierte die Veranstaltung. werden Fachleute aus unseren eigenen Reihen Praxisbeispiele zu Themen wie Obdachlosigkeit, Wohnungsnot, Chancengerechtigkeit und Demokratie einbringen.

„Es stellt sich die Frage, wem die Stadt gehört!“ Gunther Niermann (Paritätischer) kommentierte mit Niels Back (r.) von der Diakonie die angesprochenenen Themen.
Karen Schubert-Wingenfeld stellte ein Beispiel aus einer OGS vor: ein Junge mit ADHS kann nicht angemessen begleitet werden und muss vom Vater oft frühzeitig abgeholt werden

Verschiedene Akteure aus der sozialen Arbeit brachten konkrete Fallbeispiele ein, die zeigten, dass bei den sozialpolitischen Themen noch Luft nach oben ist. Es kristallisierte sich heraus, dass die Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt eine entscheidende Stellschraube bilden – es fehlen Sozialwohnungen. Die Zahl dieser günstigen Wohnungen ist seit 2006 (über 40.000 Wohnungen) bis 2023 (22.000 Wohnungen) um fast die Hälfte geschrumpft.

Gunther Niermann, Geschäftsführer vom Paritätischen in Dortmund: „Es stellt sich die Frage, wem die Stadt gehört!“ Insgesamt zeigte er sich, genauso wie Niels Back, sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit in der Stadt Dortmund.

Auch für das Kindertrauerzentrum MÖWE ist die Entwicklung im sozialen Bereich von großer Wichtigkeit, denn Trauerarbeit wird von den Krankenkassen nicht finanziert („Trauer ist keine Krankheit“).

Text + Fotos: Beate Schwedler

 

 

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